01/09/2017

Falstaff - Settembre 2017

Weine mit Meerblick

Der gut 250 Kilometer lange Küstenstreifen ist neben dem zentralen Hügelland im Landesinneren das zweite große Zentrum des Weinbaus in der Toskana. Als Weinbaugebiet mit junger Tradition – in größerem Umfang wurden die ersten bekannten Weine erst ab den 1980er Jahren erzeugt – setzte man hier von Beginn an auf französische Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot, später kamen dann auch Cabernet Franc, Syrah und Petit Verdot hinzu. Insbesondere gilt das für die zentralen Gebiete von Bolgheri, Bibbona und Suvereto. In den Randgebieten, um Pisa und Lucca im Norden sowie um Grosseto im Süden, wird nach wie vor auch viel Sangiovese kultiviert. Der Jahrgang 2014, aus dem das Gros der verkosteten Weine stammt, war auch an der Küste der Toskana sehr schwierig. Der Sommer war kühl und niederschlagsreich, auch während der Lese gab es immer wieder Regengüsse. Am besten ist noch der früh reifende Merlot weggekommen, die Cabernets aber litten deutlich. In den Weinen drückt sich das in etwas rauem, trocknendem Tannin aus, das viele 2014er prägt. Besser war das Wetter ganz im Süden der Toskana, das kommt auch in den Weinen gut zum Tragen (Saffredi, Monteverro). Und besser war das Wetter selbstverständlich im Jahrgang 2013. Aber das ist halt der Lauf der Natur. Mit den Jahrgängen 2015 und 2016 erwartet uns dann wieder viel Sonnenschein im Glas.


Notizen von Othmar Kiem

Falstaff Magazin Schweiz, Österreich, Deutschland Nr. 6/2017



La degustazione e i punteggi dei vini Ampeleia

AMPELEIA 2014: 94 PUNTI
Funkelndes, sattes Rubin. Präsentiert sich in der Nase mit einem satten Gewürzteppich, nach Zimt, Nelken und Koriander, dann viel Himbeerfrucht. Viel saftige, reife Beerenfrucht am Gaumen, Himbeere, öffnet sich mit griffigem, präsentem Tannin, dicht und tief.

KEPOS 2015: 91 PUNTI
Helles, durchsichtiges Rubinrot. Sehr fruchtig in der Nase mit etwas Kohlensäure und Noten nach Leder und ein zarter Hauch von Kohle. Am Gaumen saftig und lecker, sehr trinkig mit dennoch präsentem Tannin, nicht körperreich, aber sehr hohes Trinkvergnügen.


(Fonte: Falstaff)

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